Lebenshilfe: Ehrennadel für scheidendes Vorstands-Tandem

23.06.2014

In einem feierlichen Rahmen wurden im Anschluss an die Jahreshauptversammlung der Lebenshilfe der langjährige Vorsitzende Friedrich W. Linden und sein Stellvertreter Winfried Lütke-Dartmann verabschiedet. Beide erhielten für ihre geleistete Arbeit nicht nur viel Lob, Anerkennung und Geschenke, sondern auch von Herbert Frings, Geschäftsführer des Landesverbandes der Lebenshilfe NRW, die Ehrennadel des Landesverbandes. „Ich ziehe den Hut vor Ihrer Leistung“, betonte Frings, der ebenso wie Dr. Wolfgang Schröder, der zuvor in der Versammlung zum ersten Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt wurde, die zahlreichen Verdienste von Friedrich W. Linden und Winfried Lütke-Dartmann würdigte. In der über 50-jährigen Vereinsgeschichte waren Friedrich W. Linden und Winfried Lütke-Dartmann das am zweitlängsten amtierende Führungstandem.

Linden war bereits im vergangenen Jahr das Bundesverdienstkreuz verliehen worden. Die Bandbreite seiner Verdienste reicht dabei von der Einführung einer kaufmännischen Buchführung über Restrukturierungen der Angebotspalette und Neuschaffung von Diensten und Angeboten wie die Frühförderstelle und das Autismus-Therapie-Zentrum bis hin zur baulichen Komplettveränderung der heutigen Geschäftsstelle oder die 50-Jahr-Feier der Lebenshilfe im voll besetzen Kulturhaus.

Auch Winfried Lütke-Dartmann hat mit seinen Verdiensten um die Lebenshilfe viel Anerkennung und Respekt eingeheimst. Er schuf – als ein Beispiel zur Modernisierung der Lebenshilfe als Dienstleistungs- und Wirtschaftsunternehmen – bleibende Strukturen, indem er sich für ein standardisiertes Verfahren zur Zielvereinbarung mit der Geschäftsführung einsetzte und neue Standards im Bereich der Personalführung und -entwicklung erarbeitete. Untrennbar mit seiner Person verbunden ist auch das Konzept zur Einführung der Interdisziplinären Frühförderung. „Ihr wart ein eingespieltes Team, das tiefe Spuren in die Vereinsarbeit gegraben hat“, lobte Dr. Schröder.

Der Verein Lebenshilfe hatte in der vorangegangenen Mitgliederversammlung im Lebenshilfe-Center einen Meilenstein hinter sich gelassen. „Wir haben der Lebenshilfe einen neuen Anzug verpasst“, brachte es Dr. Schröder auf den Punkt. Nicht, um einer neuen Mode zu frönen, sondern weil der alte schlichtweg zu klein geworden sei. Linden und Lütke-Dartmann hätten die Notwendigkeit einer Umstrukturierung richtig erkannt und umgesetzt. Denn die Lebenshilfe
sei längst kein normaler Verein mehr, sondern ein soziales Dienstleistungsunternehmen. Was einmal mit der Betreuung von Menschen mit verschiedenen Unterstützungsbedarfe in den Wohnstätten begann, ist zu einer umfänglichen Unternehmung geworden. „Wir nahmen die Frühförderung auf, neben dem stationären betreuten Wohnen begannen wir mit dem ambulant unterstützten Wohnen. Dann kam der Familienunterstützende Dienst hinzu. Wir richteten eine Beratungsstelle ein, bieten Hilfe zur Erziehung an und gründeten eine Reha-Sportgruppe. Zuletzt ergänzten wir unsere heilpädagogische Frühförderung um die medizinisch therapeutische zur interdisziplinären Frühförderung und gründeten ein Autismus-Therapie-Zentrum“, so Linden.

So sei es an der Zeit eine Satzungsänderung zu beschließen, die die Entscheidungsstrukturen und Verantwortlichkeiten wesentlich ändern werden. Statt des bisherigen ehrenamtlichen Vorstandes, der alleinig die Verantwortung und Haftung trug, wurde mit Dr. Wolfgang Schröder als erstem Vorsitzenden, Doris Mähler als zweiter Vorsitzender, Karsten Markus als drittem Vorsitzenden und den Beiräten Martina Merkert, Sibyll Hölscher-Medernach, Wolfgang Winkel, Reinhard Merkschien und Stefan Wengst ein ehrenamtlicher Aufsichtsrat gewählt, der einen hauptamtlichen Vorstand bestellt. Zum ersten Vorsitzenden dieses hauptamtlichen Vorstandes soll Geschäftsführer Stephan Thiel bestellt werden. Ein weiteres Mitglied, welches aus dem pädagogischen Bereich der Lebenshilfe kommen sollte, wird der Aufsichtsrat noch bestellen. So wird künftig der hauptamtliche Vorstand die Verantwortung und Haftung für das operative Geschäft tragen. Im Rahmen der Versammlung informierten Linden und Geschäftsführer Thiel über die Neuerungen und die aktuellen Aufgaben in den verschiedenen Bereichen der Lebenshilfe. Als nächstes großes Ereignis wird die Wohnstätte Wigginghausen am ersten Juli-Wochenende ihr 30-jähriges Bestehen feiern.

Lüdenscheider Nachrichten vom 26.06.2014

Verleihung Ehrennadel

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