„Mit Dankbarkeit und Applaus“: Lebenshilfe Lüdenscheid verabschiedet Klaus Tiedge
23.06.2015
19 Jahre lang hat er ehrenamtlich die Weihnachtskonzerte zugunsten der Lebenshilfe Lüdenscheid organisiert, bei 18 Konzerten eine Summe von rund 140 000 Euro erwirtschaftet – erst für die Aktion Wigginghausen, später für die Stiftung der Lebenshilfe. Aufgrund von Veränderungen im privaten Bereich gab Klaus Tiedge sein Amt nun in die Hände von Lebenshilfe-Mitarbeiter Jan Wuttke. „Wir verabschieden ein Urgestein, den Eventmanager der Lebenshilfe Lüdenscheid“, dankte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Wolfgang Schröder. „Klaus Tiedge hinterlässt Spuren, die wir weiter pflegen wollen, verabschieden ihn mit Dankbarkeit und Applaus in den Ruhestand.“ „Ich fühle mich weiterhin der Lebenshilfe verbunden und werde Jan Wuttke gerne unterstützend zur Seite stehen“, versprach Tiedge.
Durch die Konzerteinnahmen konnte die Wohnstätte Wigginghausen, eine Einrichtung für Menschen mit verschiedenen Unterstützungsbedarfe, erhalten werden. Es war immer ein Konzert von Lüdenscheidern für Lüdenscheider, bei dem nicht der Erlös im Vordergrund stand, sondern der Gedanke der Inklusion. Allerdings werde es immer schwieriger, durch Solisten und Chöre die Aufmerksamkeitsspanne, die durch die Medien vorgegeben werde, zu durchbrechen, so Schröder. „Viele gute Ensembles haben sich zwischenzeitlich aufgelöst oder wurden zusammengelegt, so dass künftig nicht nur auf heimische Chöre zurück gegriffen werden kann“, bestätigte Tiedge. In diesem Jahr werden bei dem Traditionskonzert deshalb neben vielen bekannten Gesichtern aus der Musikschule, dem Gospelchor Heavens Gate und den „Versetalern“ auch zwei Mädchenchöre das Publikum begeistern.
Klaus Tiedge übernahm 1996 das Amt von Jochen Köster. „Ich kam zu dem Konzert, wie die Jungfrau zum Kind“, erinnerte sich Tiedge lachend an sein Kneipenversprechen. „Ich trat damals in sehr große Fußstapfen“. In den 19 Jahren fanden 18 Konzerte statt, im Jahr 2011 musste der beliebte vorweihnachtliche Event aufgrund von Renovierungsarbeiten in der Schützenhalle ausfallen. 1996 wurden noch 1.763 Karten verkauft, viele Firmen beschenkten damals ihre Mitarbeiter. In den letzten Jahren waren es noch rund 600 Besucher, die den Weg in die Schützenhalle fanden. „Das Konzert hat sich in seiner Form gewandelt. Anfangs mussten wir neben 1100 halleneigenen mehrere Hundert zusätzliche Stühle auftreiben.“ Unterstützt wurde Klaus Tiedge all die Jahre von Heiko Hohage, der schon 1980 beim ersten Konzert in der Wagenhalle von Jochen Köster dabei war. 1983 wurde das Konzert dann in die Schützenhalle verlegt, schon im Vorverkauf waren alle Karten ausverkauft.
Quelle: Grégoire, Lüdenscheider Nachrichten





