„Nicht mehr wegzudenken“: Lebenshilfe Lüdenscheid ehrt langjährige Mitglieder / Jahreshauptversammlung

01.07.2015

Ehre, wem Ehre gebührt: Für ihr außergewöhnliches, ehrenamtliches Engagement wurden am Montagabend Peter Dicke und Wolfgang Winkel von dem Landesgeschäftsführer der Lebenshilfe NRW, Herbert Frings, mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Zudem gab es vom Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Wolfgang Schröder und dem Vorstandsvorsitzenden Stephan Thiel Präsentkörbe. „Sie sind aus der Geschichte der Lebenshilfe Lüdenscheid nicht mehr wegzudenken“, lobte Dr. Schröder.

Peter Dicke, der vor zwei Jahren sein Amt im Vorstand zur Verfügung gestellt hatte, ist ein Mann der ersten Stunde. Seit 54 Jahren ist er für die Lebenshilfe eingetreten und hatte sich dem Ziel verschrieben, seinem Sohn trotz geistiger Beeinträchtigung durch spezielle Förderung ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. „Peter Dicke hat die Entwicklung der Lebenshilfe entscheidend vorangetrieben“, so Dr. Schröder.

„Wolfgang Winkel kam als Architekt und blieb als Freund über einen Zeitraum von 34 Jahren der Lebenshilfe Lüdenscheid treu verbunden. Er war all die Jahre ein wichtiger kritischer und guter Begleiter“, lobte Dr. Schröder seinen Aufsichtsratskollegen.

Im Vorfeld der Ehrung war im Lebenshilfe-Center die Jahreshauptversammlung über die Bühne gegangen. 2014 hatte die Lebenshilfe Lüdenscheid ihr Konzept umgestellt und einen hauptamtlichen Vorstand sowie ehrenamtlichen Aufsichtsrat gewählt, der einstimmig entlastet wurde. „Es läuft sehr positiv, transparent und konstruktiv“, lautete das allgemeine Fazit. „Wir haben in 2014 ein positives Ergebnis erwirtschaftet und sind als Verein sehr solide aufgestellt“, informierte Thiel.

Die mittlerweile in die Jahre gekommene Wohnstätte in Wigginghausen sei unbedingt erhaltenswert, müsse aber durch eine Änderung im Wohn- und Teilhabegesetz neuen pädagogischen Qualitätsansprüchen gerecht werden. Durch eine Satzungsänderung durch die Stadt Lüdenscheid könne die Wohnstätte nun um- und neugebaut werden. Auch der Landschaftsverband unterstütze das Projekt.

Die Beratungsstelle der Lebenshilfe wurde erweitert und neu aufgestellt. Menschen mit Beeinträchtigung beraten nun Menschen mit Beeinträchtigung. Dieses Peer-Counseling wurde ebenso wie das Autismus-Therapie-Zentrum (ATZ) und verschiedene Freizeiten und Projekte von der Aktion Mensch gefördert.

Sven Sieburg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und für die pädagogischen Bereiche der Lebenshilfe Lüdenscheid zuständig, berichtete über die guten Erfolge der heilpädagogischen interdisziplinären Frühförderung, des ATZ und der Beratungsstellen. Beim Familienunterstützenden Dienst seien mittlerweile 60 Integrationshelfer tätig. Im Freizeitbereich werden aktuell 120 Familien unterstützt. Beim Ambulant unterstützten Wohnen werden 67 Menschen mit verschiedenen Unterstützungsbedarfe in ihren eigenen vier Wänden begleitet. Das Projekt Wohnschule in Kooperation mit der Schule an der Höh sei erfolgreich angelaufen. Für das Ehrenamt werden immer helfende Hände gesucht. 19 Ehrenamtliche begleiten derzeit Menschen mit Beeinträchtigung bei ihren Freizeitaktivitäten.

Quelle: Lüdenscheider Nachrichten, Christina Grégoire

Mitgliederversammlung 2015

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