„Auch etwas zurückgeben“ - Martina Merkert und Änne Suntrup helfen bei der Lebenshilfe Lüdenscheid
10.02.2016
Das Ehrenamt verbindet die beiden Frauen. „Daraus entstand auch unsere Freundschaft“, sagt Martina Merkert. Und Änne Suntrup nickt bejahend dazu. Letztere ist mit ihren 67 Jahren schon im Ruhestand, während Martina Merkert mit ihren 49 Jahren noch voll im Beruf steht. Was bei den Frauen sofort auffällt, ist deren Lebensfreude, die sie so ganz nebenbei weitergeben.
Bei den beiden heißt es: zuhören, miteinander reden, anpacken und helfen. Nicht mehr und nicht weniger. „Wir sind seit 2001 ehrenamtlich im Verein Lebenshilfe Lüdenscheid tätig“, rechnet die Jüngere nach. „Seit es die Wohnstätte gibt“, fügt Änne Suntrup noch hinzu. „Ja, seitdem sind wir dabei, wenn es etwas zu tun gibt.“ Und so findet man Martina Merkert und Änne Suntrup nicht nur bei den Stadtfesten, sondern zum Beispiel auch beim traditionellen Himmelfahrtspicknick und bei der bekannten Schlagerparty. „Wir haben Spaß an der Freude und umgekehrt Freude am Spaß“, erklären die energievollen Frauen. Die Frage nach der Zeit, die sie an Menschen mit Beeinträchtigen geben, beantworten Martina Merkert und Änne Suntrup so: „Das kann man nicht sagen, wir sind da, wenn es etwas zu tun gibt und wenn wir können.“ „Bei mir ist das einfach“, wirft Änne Suntrup ein. „Ich habe als Rentnerin Zeit genug.“ Und so ist sie morgens auch im Schülersonderverkehr zu finden. „Mir ist es jedenfalls ein Bedürfnis, etwas zu geben, auch weil die Lebenshilfe so gut für meine Tochter sorgt, die dort betreut wird“, erzählt sie weiter. Dem stimmt Martina Merkert sofort zu: „Das Schöne n der Arbeit sind die glücklichen Gesichter, die man sieht. Meine Schwester ist dort super gut aufgehoben. Darüber sind wir sehr froh und möchten etwas zurückgeben.“
Dann schauen sich die beiden Frauen an, lächeln breit und sagen: „Wir sind ein richtig gutes Team. So macht es doppelt Spaß.“ Martina Merkert, die auch noch ehrenamtlich im Aufsichtsrat des Vereins sitzt, wirft noch ein. „Wer Lust hat, sich auf Menschen, die etwas anders sind, einzulassen, ist bei uns immer gerne gesehen. Die beste Gelegenheit, uns kennenzulernen und zum Teil eines Ganzen zu werden, ist die Schlagerparty im April.“ Die Fähigkeit, auf Menschen eingehen zu können, das sei wichtig, betont sie. Man könne als ehrenamtlich Tätiger in der Einzelbetreuung helfen oder sich in Projekten in den Teams einbringen.
Quelle: Lüdenscheider Nachrichten





