Lebenshilfe Lüdenscheid fordert: Teilhabe jetzt!
21.03.2016
Auch in diesem Jahr macht die Lebenshilfe Lüdenscheid am 21. März - am internationalen Welt-Down Syndrom-Tag - auf aktuelle Missstände für Menschen mit Beeinträchtigung aufmerksam. Gemeinsam mit vielen Fachverbänden fordert die Lebenshilfe Lüdenscheid ein faires Bundesteilhabegesetz!
„Das geplante Bundesteilhabegesetz soll die Wahlmöglichkeiten für Menschen mit verschiedenen Unterstützungsbedarfe und ihre Familien erweitern und dadurch ihre Selbstbestimmung stärken“, erklärt Stephan Thiel, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Lüdenscheid. „Dafür setzt sich die Lebenshilfe schon seit vielen Jahrzehnten ein. Das neue Gesetz könnte da zu einem Meilenstein werden und braucht deshalb viele Unterstützer!“ Damit das Gesetz zu einem Erfolg werde, ist es aus Sicht der Lebenshilfe und vieler anderer Fachverbände zwingend notwendig, dass Menschen mit Beeinträchtigung ihr eigenes Geld erhalten. Nur so wäre echte Entscheidungsfreiheit möglich. Hierfür müssten sowohl Änderungen im Bereich der Eingliederungs-Hilfe als auch im Sozialgesetzbuch vorgenommen werden. Darüber hinaus soll das Gesetz aber auch konkreten Einfluss in andere Lebensbereiche nehmen. „Gute Beratung, bessere Pflege, Auswahlmöglichkeiten bei der Wahl des Arbeitsplatzes und individuelle Förderung sind nur einige der Eckpunkte“, erklärt Thiel weiter. „Die Lebenshilfe will für Menschen mit Beeinträchtigung nur das, was sich jeder Bürger in Deutschland für sich wünscht, zum Beispiel auch das Recht zur Wahl gehen zu dürfen.“
Die Lebenshilfe Bundesvereinigung hat dazu Ende Februar einen Parlamentarischen Abend in Berlin durchgeführt. Unter den hochrangigen Gästen waren Bundestagspräsident Norbert Lammert, Vizepräsident Johannes Singhammer, Bundesbehindertenbeauftragte Verena Bentele sowie die Parlamentarischen Staatssekretärinnen und Staatssekretäre Gabriele Lösekrug-Müller (Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Caren Marks (Bundesfamilienministerium), Michael Meister (Bundesfinanzministerium) und Markus Grübel (Bundesverteidigungsministerium). Gemeinsam mit Ulla Schmidt, Vorsitzende der Lebenshilfe Bundesvereinigung, und 200 Gästen diskutierten alle Anwesenden über Ziele und Möglichkeiten des Gesetzes. Geplant ist, dass das Bundesteilhabegesetz zum 01.01.2017 verabschiedet und in Kraft treten soll. „Noch hat jeder die Möglichkeit die Forderungen der Lebenshilfe zu unterstützen“, meint Thiel abschließend.




