Herrmann erobert Herzen
13.12.2022
HEP-Auszubildender hat bei der Lebenshilfe seine Berufung gefunden.
„Das Besondere an meinem Beruf? Die Menschen. Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, um zu sehen, dass es ihnen gut geht. Das ist es, was ich am Ende des Tages erreichen möchte.“
Und das gelingt Jens-Reinhard Herrmann schon sehr gut. Der 20-Jährige hat am 1. August seine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger (HEP) bei der Lebenshilfe Lüdenscheid-Märkischer Kreis begonnen. „Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, weil ich sehr gern mit Menschen mit Behinderung zusammenarbeite“, sagt er. „Das sind Herzensmenschen, und sie werden oft unterschätzt oder vergessen.“ Sein ursprünglicher Plan: Erzieher für Jugendliche zu werden.
Er absolvierte eine schulische Ausbildung zum staatlich geprüften Sozialassistenten. Dazu gehörte ein Praktikum mit Menschen mit Behinderung. Danach arbeitete er neben der Schule bereits für zwei Jahre in der Wohnstätte in der Hotopstraße. Ein weiteres Praktikum führte ihn in eine weitere Lebenshilfe-Einrichtung: zur Tagesbetreuung in Wigginghausen.
„In der Zeit merkte ich, dass diese Menschen nicht nur Liebe austeilen, sondern auch verdient haben, Liebe zu bekommen. Ich wusste dann: Das ist der Weg, den ich gehen möchte, um diese Menschen zu unterstützen“, blickt er zurück. Eine Kollegin aus der Hotopstraße weckte in ihm das Interesse am Beruf des Heilerziehungspflegers.
Ob Betreuung, Unterstützung beim Einkauf, beim Kochen und im Haushalt, kreative Aktivitäten oder einfach nur ein offenes Ohr – Jens-Reinhard Herrmanns beruflicher Alltag ist vielseitig und individuell auf die Bedürfnisse der Kund*innen zugeschnitten. So gleicht kein Tag dem anderen. Das Motto: Rund um die Kundinnen und Kunden – nur ohne Wunden. Bedeutet: In den Aufgabenbereich des gebürtigen Breisachers fällt alles außerhalb pflegerischer Tätigkeiten. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, denn „wir sind als Mitarbeiter*innen ein Teil des Lebens unserer Kund*innen, da einige keine Angehörige haben und wir sehr viel Zeit mit ihnen verbringen“.
Drei Jahre dauert die Ausbildung. „Was ich mit von dieser Zeit erhoffe, ist, dass ich danach ein kompetenter Heilerziehungspfleger bin und weiterhin bei der Lebenshilfe arbeiten darf“, sagt er.
„Ich möchte lernen, helfen, unterstützen und den Kund*innen den Alltag erleichtern. Auch wenn das vielleicht kitschig klingt: Wenn die Kund*innen zufrieden sind, dann bin ich es auch und weiß, dass ich alles richtig gemacht habe.“ Seine Empfehlung an: „Jede*r sollte mal in diesen Beruf hineinschnuppern.“








