Beim diesjährigen Neujahrsempfang der Lebenshilfe Lüdenscheid -Märkischer Kreis am 25.01.2026 von 11 bis 13 Uhr kamen rund 50 Gäste mit und ohne Unterstützungsbedarf in der Tagesbetreuung der „Wohnstätte Gutshof Wigginghausen“ zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam auf das neue Jahr zu blicken, Austausch zu fördern und auf die vielfältigen Entwicklungen innerhalbder Lebenshilfe aufmerksam zu machen.
Dr. Wolfgang Schröder, Vorsitzender des Aufsichtsrates, begrüßte die Anwesenden, darunter den stellvertretenden Landrat Stefan Ohrmann, den Bürgermeister der Stadt Lüdenscheid, Sebastian Wagemeyer, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Ehrenamt und Freundeskreis der Lebenshilfe.
In seiner Ansprache betonte Schröder die Bedeutung der Lebenshilfe als Bürgerbewegung: „Gerade in herausfordernden Zeiten müssen wir uns auf unsere Wurzeln besinnen. Die Lebenshilfe steht für Zusammenhalt, soziale Verantwortung und gelebte Inklusion. Dafür brauchen wir die Unterstützung der Politik und der Bevölkerung.“ Er hob hervor, dass sich die Lebenshilfe bundesweit weiterentwickele.
Auf der letzten Mitgliederversammlung der Bundesvereinigung sei beschlossen worden, künftig von „Menschen mit Unterstützungsbedarf“ zu sprechen. Diese sprachliche Veränderung unterstreiche das Ziel, Menschen in ihren individuellen Lebenslagen wertschätzend und respektvoll zubegegnen.
Im Anschluss überbrachte Stefan Ohrmann die Neujahrsgrüße des Märkischen Kreises und überreichte im Namen des Kreises ein Geldgeschenk an die Lebenshilfe.
Auch Bürgermeister Wagemeyer bedankte sich im Namen der Stadt Lüdenscheid für die engagierte Arbeit und das beständige Wirken für Teilhabe und Inklusion. Jörg Bachmann, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe, berichtete über das mehr in den Fokus rückende Angebot des psych. Ambulant Unterstützte Wohnen, sowie über das erfolgreiche Angebot des Ambulant Unterstützten Wohnens (AUW), das Menschen seit über 25 Jahren dabei unterstützt, eigenständig zu leben und zugleich verlässlich begleitet zu werden. Vorstandsvorsitzender Stephan Thiel stellte zudem die neue Struktur der Lebenshilfe vor, die künftig ergänzend einen stärkeren Fokus auf die Themen psychische Gesundheit sowie inklusive Kinder- und Jugendhilfe legt. Vorstandsmitglied Sven Sieburg ergänzte, dass zunehmend auch Kinder ohne klassische Beeinträchtigung Unterstützung benötigen. „Immer mehr Kinder erleben Ausgrenzung in Schule oder Kita, etwa aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten, ADHS oder fetalen Alkoholspektrumstörungen. Wir entwickeln derzeit Konzepte, um auch diesen Kindern passende Unterstützung anzubieten.“
Nach einem regen Austausch klang der Tag mit einem liebevoll zubereiteten Buffet des Hauswirtschaftsteams aus. Der Neujahrsempfang zeigte einmal mehr, wie gelebte Inklusion Begegnung ermöglicht, Perspektiven eröffnet und Gemeinschaft stärkt.

















